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  • Richard Leipold

Jahresrückblick 2023

Aktualisiert: 27. Dez. 2023


Liebe Mitglieder der Berliner Taxivereinigung, liebe Taxiunternehmerinnen und Unternehmer, geehrte Freunde und Kunden des Berliner Taxigewerbes, das Jahr 2023 ist nun beinahe zu Ende und ich muss wieder einen kurzen Jahresrückblick schreiben. Ich will etwas Positives berichten und Ihnen allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2024 wünschen. Die zweite Aufgabe ist leicht zu erfüllen, denn ich wünsche Euch allen ein Weihnachtsfest ohne Stress und viel Kraft und Gesundheit für das neue Jahr.


Ihr seht, ich kann den ersten Absatz meines Textes vom letzten Jahr beinahe ohne Korrekturen übernehmen. Jetzt wird es schwierig. Das Jahr 2023 war wirtschaftlich beinahe noch anstrengender als das Vorjahr. Die gleichen „Hochleistungskräfte“ in Politik und Verwaltung taten ihr Bestes um seriös wirtschaftende Unternehmen in den Abgrund zu treiben. Und es gelang ihnen. Die Anzahl unserer Mitglieder nahm ab, die Menge unserer Fahrzeuge schrumpfte. Wenn sich Firmen an die Spielregeln (Gesetze) hielten, dann blieb ihnen nur ABV (Ausstieg, Betrug, Verluste).


Eins hat sich allerdings geändert. Die Neuwahl, die die Pannenwahl im Jahr 2021 in Berlin erzwang, schenkte uns einen neuen Bürgermeister und eine neue Verkehrssenatorin. Noch haben sie und ihre Verwaltung dringend nötige Änderungen nicht umgesetzt. Auch die bekannten Probleme sind nicht gelöst. Eins aber ist neu: Politik und Verwaltung hören zu.

Ich weiß nicht, ob die bestehenden Pläne rechtzeitig verwirklicht  werden können, bevor alle ordentlich wirtschaftenden Betriebe pleite sind. Alle Zeitvorgaben für folgende Umsetzungen stehen schließlich unter dem Vorbehalt des „Berliner Tempos“. Bis zum 31.03.2024 soll ein Tarifkorridor in Berlin wirksam werden. Dann können auch die Vermittler im Berliner Taxigewerbe unseren Kunden Festpreise anbieten, die sich am Taxitarif orientieren müssen. Gespannt bin ich, ob der Mindestfahrpreis für Mietwagen bis zum 30.06.2024 Wirklichkeit geworden ist. Dann müssen die Plattformen mit ihrer Dumpingpolitik aufhören, und auch die Mietwagenunternehmer können endlich Steuern und Sozialversicherungsbeiträge bezahlen.


Es wäre Quatsch und Vergeudung Eurer Zeit, wollte ich über die Tätigkeiten der Berliner Taxivereinigung oder der anderen Verbände berichten.  Deshalb erzähle ich nur über die Bemühungen von Sonja v. Rein, die eine Radiosendung moderiert, in der sie Taxithemen moderiert. Sie hat die Demo am Berliner Hauptbahnhof mit ins Leben gerufen, in der gegen das stille Verschwinden des Taxigewerbes an einem Eintrittsportal in diese Stadt Berlin protestiert wurde. Man kann daran vieles kritisieren. Eins aber nicht: Ein Mensch ruft andere Menschen dazu auf sich gegen die Maschinerie der Verwaltung zu stemmen.


Wenn viele von Euch verbittert sind, weil ihnen die Existenzgrundlage genommen wird, dann erinnert Euch an diese drei Geschichten. Eine Verwaltung will sich (wenn auch) mit dem „Berliner Tempo“ bewegen, eine Senatorin möchte damit aufhören das Taxigewerbe zu vernichten und eine Taxifahrerin und Radiomoderatorin will weitermachen. Vielleicht gelingt es uns gegen alle Wahrscheinlichkeit das Berliner Taxigewerbe doch noch am Leben zu erhalten. Und noch eins möchte ich sagen. Bevor ihr voller Wut eine Protestpartei wählt, denkt bitte daran, dass es nicht klug ist, wenn ein Schwein, das mit dem Bauern unzufrieden ist den Metzger wählt.


Das war es für heute

Richard Leipold BTV

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