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| Offener Brief zur Taxitariferhhöhung 2009 in Berlin 17.06.2009 |
von: Richard Leipold |
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Zwei Wochen vor der Taxitariferhöhung 2009 schrieb der Vorstand der Berliner Taxivereinigung e.V. (BTV) einen Brief an die Senatorin Junge-Reyer mit der Bitte von der Preiserhöhung abzusehen. Lautstarkes Lärmen ist nicht unser Stil. Wir bevorzugen Sachargumente. Bereits im Vorfeld der Fahrpreiserhöhung haben wir unsere Bedenken angemeldet und begründet. Betrüblicherweise sind wir den Aufsichts - und Genehmigungsbehörden nicht einmal eine Antwort wert. Aus diesem Grund veröffenlichen wir nun diesen Brief. Wir wollen damit öffentlich kundtun, dass eine starke Gruppe innerhalb des Berliner Taxigewerbes die Erhöhung ablehnt, weil sie unnötig, unsinnig und in der jetztigen wirtschaftlichen Situation gefährlich ist. Hier nun der Brief: Sehr
geehrte Frau Senatorin Junge-Reyer, Soweit
uns bekannt ist, liegt dem Erhöhungsantrag eine Kalkulation zu Grunde, die eine
massive Preiserhöhung bei Versicherungen und bei den Anschaffungskosten der
Fahrzeuge behauptet und von einem unrealistisch hohen Ansatz bei den
Steuerberatungskosten ausgeht. Die
in der Berliner Taxivereinigung e.V. organisierten Taxibetriebe haben den
Beweis angetreten, dass mit einer Unternehmensführung, die sich durch
kaufmännische Vernunft leiten lässt, die Kosten unter das Niveau von 2005
gesenkt werden können. Durch den Einsatz von umweltschonenden Erdgasfahrzeugen
konnten unsere Mitglieder selbst den Dieselpreisanstieg des Jahres 2008 ohne
Gewinneinbußen abfedern. Die Anschaffungskosten dieser Erdgasfahrzeuge lagen
deutlich unter den der offensichtlich in Ansatz gebrachten Preise. Mit Hilfe
von Schulungsprogrammen für unser Fahrpersonal gelang es, die Unfallzahlen
soweit zu senken, dass für unsere Mitglieder keinerlei Erhöhnung der
Versicherungsprämien notwendig wurde. Sollen unsere Fahrgäste mit unnötigen
Preiserhöhungen die unternehmerische Unfähigkeit von Teilen des Berliner
Taxigewerbes subventionieren? Wir
bedauern, dass Gegenstimmen, die sich mit begründeten Argumenten gegen eine
Tariferhöhung wenden, in Ihrem Haus kein Gehör finden. Damit aber schaden Sie
nicht nur den Taxikunden in Berlin, sondern letztlich auch dem gesamten
Berliner Taxigewerbe. Aus
diesen Gründen bitten wir Sie, Ihre Haltung zur Taxitariferhöhung 2009 zu
revidieren. |
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