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| Folgen einer Taxitariferhöhung 25.03.2009 |
von: Richard Leipold |
![]() "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte." Diese alte Erkenntnis kann uns auch bei der Diskussion des Für und Wider der Berliner Taxitarifdiskussion helfen. Unstrittig sind nur zwei Folgen der Tariferhöhung 2007:
1. Für unsere Fahrgäste stieg der Taxipreis um 10% von EUR 1,86 auf EUR 2,05 pro Kilometer. 2. Die Anzahl der Taxikonzessionen in Berlin stieg von 6.643 (Stand März 2007) auf 7.065 (Stand Dezember 2008). Die Erlössituation der Taxibetriebe hatte sich vom Jahr 2004 an beständig um 5% pro Jahr verbessert. Diese marktgesteuerte Verbesserung kam ganz ohne vom Berliner Senat diktierte Preiserhöhung aus. Im Jahr 2007 erhöhte sich der Erlös pro Stunde um 9%. Davon gingen, wie in den Vorjahren, 5% aufs Konto der Nachfragesteigerung, 4% können der Preiserhöhung zugeordnet werden. Da aber die "richtigen" Preise nicht am Markt ermittelt, sondern auf Druck der Taxilobby festgesetzt werden, ist es nur folgerichtig, dass überhöhte Preise sich in einer sprunghaften Steigerung des Abgebots niederschlagen. Und dies geschah auch, wie das Eingangsbild zeigt. Im Jahr 2007 traf die Preiserhöhung auf einen boomenden Berliner Nachfragemarkt. Die falsche Behauptung von Teilen des Taxigewerbes, Kostensteigerungen würden eine Preiserhöhung erzwingen, ist auch im Jahr 2009 nicht richtiger geworden. Im Jahr 2009 spricht aber kein ernstzunehmender Fachmann mehr von einem Wirtschaftsboom. Eine sinnlose Preiserhöhung in einen Wirtschaftsabschwung hinein vorzunehmen könnte das Berliner Taxigewerbe in die Schwierigkeiten bringen, die es beständig der Öffentlichkeit vorträgt. Sehr geehrte Frau Senatorin Junge-Reyer, bitte ersparen Sie den Kunden des Taxigewerbes und dem Berliner Taxigewerbe selbst dieses sinnlose und gefährliche Experiment. |
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